Problematik des Schnarchens

Beim Schnarchen handelt es sich nicht nur um eine unangenehme Störung für den Schlafpartner, sondern um eine Schlafstörung, die ernst zu nehmende gesundheitliche Beeinträchtigungen mit weit reichenden Folgen für den Betroffenen haben kann.

Schnarchen entsteht durch eine Verlegung und Blockierung des hinteren Rachenraumes, wodurch die Atemluft nicht ungehindert ein- und ausströmen kann mit der Folge, dass der Organismus nicht gleichmäßig mit Sauerstoff versorgt wird. Diese Blockierung kann mehrere Sekunden bis Minuten andauern und sich mehrfach in einer Schlafstunde wiederholen.

Dies verursacht, ohne dass es unbedingt bewusst wahrgenommen wird, mehrere Aufweckphasen, so dass die für die Erholung wichtigen Tiefschlafphasen oftmals gar nicht durchlaufen werden können. Die Folge davon sind Tagesmüdigkeit (trotz ausreichender Zahl an Schlafstunden) bis hin zum Sekundenschlaf, Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungsabfall. Über längere Zeit kann es zu Bluthochdruck kommen, da das Herz durch permanente Sauerstoffuntersättigung zur Mehrarbeit gezwungen wird. Bluthochdruck ist der Ausgangspunkt für zahlreiche Folgeerkrankungen des Körpers.

Wie kann das Schnarchen behandelt werden?

Zur Behandlung verwenden wir in unserer Klinik speziell angefertigte Schienen, die nach dem Einsetzen eine Vorverlagerung des Unterkiefers bewirken. Dadurch wird der Rachenraum wieder geweitet und die Atembehinderung aufgehoben.

Voraussetzungen für eine Therapie

Bevor wir über die Eignung einer solchen Schiene entscheiden können, ist zunächst eine eingehende Diagnostik erforderlich:

Zunächst bitten wir den behandelnden Hausarzt, den Betroffenen an einen Schlafmediziner zu überweisen. Das ist in der Regel ein HNO-Arzt oder ein Facharzt für Lungenkrankheiten. Dieser nimmt dann ein ambulantes Screening vor, bei dem er unter anderem feststellt, wie viele Atemaussetzer pro Stunde auftreten und wie die Sauerstoffsättigung des Blutes ist. Bei einer sehr schweren Schlafstörung erfolgt die Weiterleitung an ein Schlaflabor. In leichteren bis mittelschweren Fällen kann die Weiterbehandlung durch uns erfolgen.

Wie ist der Behandlungsablauf?

Nach einer persönlichen (Schlaf-) Anamnese nehmen wir eine genaue Kieferdiagnostik vor, bei der die Bisssituation und Kieferrelation bestimmt werden. Außerdem muss zuvor eine Störung im Bereich der Kiefergelenke ausgeschlossen werden.

Anschließend nehmen wir Abdrücke von Ober- und Unterkiefer und senden diese gemeinsam mit allen gewonnenen Daten an ein zahntechnisches Speziallabor, welches eine ganz individuelle Schiene anfertigt.

Nach Eingliederung dieser sogenannten Unterkieferprotrusionsschiene folgen einige Kontrolltermine, bei denen ggf. Nachjustierungen oder Korrekturen erfolgen.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten für die Schnarcherschienentherapie belaufen sich auf ca. 1200,- €. Darin sind alle zahnärztlichen diagnostischen Leistungen, die Laborkosten sowie die Kosten für die Kontrolltermine enthalten.
Sie erhalten einen Kostenvoranschlag und eine medizinische Begründung für Ihre Krankenkasse. Es kann eine Übernahme der Kosten oder von Teilkosten erfolgen, sie sind jedoch nicht garantiert.

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