Gerade die kleinen Patienten brauchen spezielle Aufmerksamkeit, um der Zahnbehandlung in einer entspannten, kindgerechten Atmosphäre den ersten Schrecken zu nehmen.

Unsere Zahnärztinnen Frau Dr. Hopfgarten und Frau Große haben sich auf die Kinderzahnheilkunde spezialisiert.
In unserer Kindersprechstunde bieten wir Früherkennungsuntersuchung, Kinderprophylaxe zur Desensibilisierung, Individualprophylaxe, Konservierende Sanierung mit Zement oder auf Wunsch mit hochwertigen Füllungsmaterialien, Milchzahnwurzelbehandlungen, Milchzahnkronen, Platzhalter und Kinderprothesen an.
Bei sehr ängstlichen Kindern ist auch eine Behandlung in Narkose möglich.

Die zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung

Die zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung ist ein Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen für Kinder zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat. Ziel ist, Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich frühzeitig zu erkennen und darüber hinaus das Bewusstsein für Zahnpflege und zahngesunde Ernährung bei Eltern und Kind zu entwickeln.

• Frühzeitiges Erfassen von Erkrankungen und Fehlentwicklungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich

• Bestimmung des Kariesrisikos und ggf. Senken des Kariesrisikos

• Gewöhnung des Kindes an zahnärztliche Routineuntersuchungen

• Förderung des Bewusstseins bei Eltern und Kind, dass und wie Zahnpflege erfolgen sollte

• Beratung der Eltern über zahngesunde Ernährung

• Entwickeln des Ernährungsbewusstseins beim Kind

Kinderprophylaxe und Desensibilisierung

Bei Kindern ab 6 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen zweimal jährlich sog. Individualprophylaxe-Leistungen:

• Erstellen eines Mundhygienestatus: eventuelle Putzdefizite werden mit einer Färbeflüssigkeit sichtbar gemacht und den Kindern somit anschaulich die Schwachpunkte ihrer häuslichen Zahnpflege gezeigt und die Verbesserungen gemeinsam geübt

• Das Üben der richtigen und altersgemäßen Zahnputztechnik

• Mundgesundheitsaufklärung insbesondere Beratung über häusliche Fluoridierungsmaßnahmen

• Versiegelung kariesfreier Zahnfissuren („Vertiefungen auf der Kaufläche“) an den bleibenden Backenzähnen.

Dabei werden die schwer zu reinigenden Areale der Kaufläche mit einem dünnflüssigen Kunststofflack geschützt, denn dort tritt Karies im Kinder und Jugendalter besonders häufig auf.

Desensibilisierung

Aber auch bei Kindern, die das 6. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, ist eine gründliche, fachgerechte Reinigung der Milchzähne zur Vorbereitung auf die spätere Behandlung sinnvoll: weiche Polierbürstchen und eine fruchtig schmeckende Polierpaste entfernen Zahnbeläge aller Art. So wird Ihr Kind schonend und schmerzfrei auf eine spätere Behandlung vorbereitet. Diese Maßnahme ist keine Kassenleistung. Wir beraten Sie gern!

Milchzahnwurzelbehandlungen

Eine weiter fortgeschrittene Karies ist besonders gefährlich für die zierlichen Milchzähne. Selbst wenn das Loch von außen noch klein aussieht, kann sich der obere Anteil des Zahnnerves durch eingetretene Kariesbakterien bereits entzündet haben oder sogar absterben. Nach sorgfältiger Untersuchung und einer strahlenarmen, digitalen Röntgenaufnahme kann eingeschätzt werden, ob der Zahn wieder aufgebaut werden kann:

Bei der Pulpotomie wird der erkrankte Teil des Zahnnerves entfernt und mit einem speziellen Medikament abgedeckt. So können selbst Milchbackenzähne mit größeren Defekten erhalten werden. Die durch die Karies verlorengegange Zahnsubstanz wird mit einer Milchzahnkrone wieder aufgebaut. Bei Milchbackenzähnen übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Pulpektomie

Es kann allerdings auch vorkommen, dass der Nerv des ganzen Milchzahnes abstirbt. Dann ist eine Wurzelkanalbehandlung ähnlich der Behandlung bei Erwachsenen notwendig. Es werden bei Milchzähnen jedoch Materialien verwendet die besonders verträglich sind und den späteren Zahnwechsel nicht behindern. Nach jeder endodontischen Behandlung sollte der Zahn mit einer Krone versorgt werden.

Milchzahnkronen

Stahlkronen sind speziell für das Milchgebiss vorgefertigte Kronen. Sie ermöglichen die Restaurierung von Milchbackenzähnen, die aufgrund zu großer kariöser Schäden nicht mehr mit normalen Füllungen wieder aufgebaut werden können. So können auch stark beschädigte Milchzähne ihre Funktion als Platzhalter, aber auch in kaufunktioneller Hinsicht über Jahre hinweg erhalten.

Für die Frontzähne gibt es ästhetisch ansprechende Frontzahnkronen. Neben der Ästhetik wird auch die Funktion nahezu perfekt wiederhergestellt. Sie sind aus hochwertigem Compositematerial und deshalb auch mit Mehrkosten verbunden.

Die Kronen fallen ganz normal wie jeder andere Zahn auch von alleine aus, wenn Ihr Kind alt genug ist.

Platzhalter

Die Milchbackenzähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die bleibenden Backenzähne. Müssen sie vorzeitig entfernt werden, kann dies die gesamte Entwicklung des Kiefers stören. In diesen Fällen ist das Einsetzen eines Platzhalters zu empfehlen. Ob ein abnehmbarer oder ein festsitzender Platzhalter sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Wir beraten Sie gern!

Kinderprothesen

Sind bei ihrem Kind durch einen Unfall, Krankheit oder Karies mehrere Zähne verloren gegangen, ist es wichtig, dass diese durch eine Prothese ersetzt werden. So kann ihr Kind wieder ungestört Essen und Trinken und eine korrekte Sprachlautbildung ist gewährleistet. Durch zierliche Kinderprothesen aus Kunststoff wird die Kau- und Abbeißfunktion wieder hergestellt. So kann jedes Kind wieder mit Freude kauen und lachen!

Hinweise zum ersten Zahnarztbesuch

Mit ein paar kleinen Tipps können Sie ebenfalls dazu beitragen Ihrem Kind den ersten Zahnarztbesuch so angenehm wie möglich zu machen:

Ab dem ersten Zahn ist der regelmäßige Besuch des Zahnarztes ganz normal.
Wecken Sie die Neugierde Ihres Kindes, in dem es vorab evtl. ein Elternteil begleiten darf und schon mal ohne bereits im Focus zu stehen sich an die Räumlichkeiten gewöhnen kann.

Ist dann der erste „eigene“ Zahnarzttermin geplant, dürfen die Kinder sich zuerst mit dem Behandlungsstuhl und den Instrumenten vertraut machen und vielleicht selber Zahnarzt spielen und Stofftiere – oder das eigene Kuscheltier – untersuchen.

Gerade bei ängstlichen Kindern sollte vermieden werden, dass der erste Zahnarztbesuch erst bei bereits vorhandenen Zahnschmerzen erfolgt.

Ist das nicht zu vermeiden, sollten Sie damit rechnen, dass in vielen Fällen der erste Zahnarztbesuch nicht gleich mit einer umfangreichen Behandlung starten kann.

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