Abszessbehandlung

Unter einem Abszess versteht man eine abgegrenzte Eiteransammlung im Gewebe. Mundhöhlenabszesse können sich am Ober- und Unterkiefer bilden und liegen meist zwischen Schleimhaut und Kieferknochen.

Im Bereich der Mundschleimhaut und oft auch der Gesichtsweichteile bildet sich eine schmerzhafte Schwellung. Die Ursachen sind vor allem marktote Zähne, Wurzelreste, nicht vollständig durchgebrochene Zähne (z. B. Weisheitszähne), Zahnfleischtaschen und infizierte Zysten.

Schmerzen, Rötung und Fieber sind typische Begleiterscheinungen. Bei Abszessen im Unterkiefer können auch Kieferklemme und Schluckbeschwerden auftreten.

Behandlung

Meist in örtlicher Betäubung, seltener in Narkose, wird der Abszess mit einem Schnitt in der Mundhöhle eröffnet, sodass sich der Eiter entleeren kann. Es wird eine Drainage eingelegt, damit die Wunde offen gehalten werden kann und der Abfluss gewährleistet ist. Innerhalb weniger Tage klingen in aller Regel die entzündlichen Erscheinungen ab.

Erst dann kann die Ursache für die Abszessbildung beseitigt werden, also z. B. der für den Abszess ursächliche Zahn entfernt oder gegebenenfalls der Wurzelkanal gefüllt oder eine chirurgische Wurzelbehandlung (Wurzelspitzenresektion) vorgenommen werden. Gelegentlich wird die operative Behandlung durch die Gabe von Medikamenten (Antibiotika) unterstützt.